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Galerie Bruno ­Bischofberger

Mit 23 eröffnete Bruno Bischofberger seine erste Galerie in Zürich – ein mutiger Schritt, der ihn wenige Jahre später zu Andy Warhol führte. Freundschaftlich versprach ihm dieser ein Vorkaufsrecht für alle künftigen Werke und fand dank Bischofbergers Rat eine attraktive Einnahmequelle: Er fertigte Porträts von Bischofbergers Kundschaft – zu Festpreisen im Normformat.

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Galerie Bruno ­Bischofberger

Über die Jahrzehnte holte Kunstsammler Bischofberger weitere Stars wie Jean-Michel Basquiat und Julian Schnabel in die Schweiz und unterstützte Warhol bei der Gründung des legendären US-Magazins «Interview». Zusehends wurde seine Galerie selbst zum Kunstwerk. 2013 zog sie nach Männedorf, wo Bischofberger begann, alte Industriehallen in Kunstbauten zu verwandeln – unter der Architekturregie seiner Tochter Nina Baier-Bischofberger und ihrem Mann Florian Baier. Der Gebäudekomplex zieht die Blicke von Passanten magisch auf sich – aber hinein gelangen nur wenige Gäste. Dabei wirkt das Areal stets so, als fehle der letzte Strich des Meisters. Fast wie bei Gaudís scheinbar nie vollendeter Sagrada Família in Barcelona.